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Die Nähmaschine – Aufbau & Funktionen Die Nähmaschine – Aufbau & Funktionen

DIE NÄHMASCHINE - AUFBAU, BENUTZUNG UND FUNKTIONEN

Gerade für Näh-Einsteiger und Nähmaschinen-Neulinge ist es anfangs oft schwierig, sich mit der Nähmaschine anzufreunden, sie zum ersten Mal in Betrieb zu nehmen und die einzelnen Elemente, Bestandteile und Funktionen zu verstehen.


Natürlich sind diese auch von Maschine zu Maschine leicht unterschiedlich – deswegen lohnt es sich sicher immer, die Bedienungsanleitung zu lesen oder zumindest nicht sofort in den Papierkorb zu verbannen, sodass man wenn nötig noch einmal nachschlagen kann.


Dennoch kann man sagen, dass unabhängig von Hersteller und Modell einige Teile bei jeder Maschine die gleichen sind – egal ob ihr eine Maschine von Bernina, Pfaff, brother, Elna, Janome, Husqvarna, Juki oder Singer benutzt. Die Handhabung wird am Beispiel der Nähmaschine brother NV 10 A erläutert. Hier ein Überblick über die wichtigsten Funktionen:

Die Nähmaschine – Funktionen Schritt für Schritt erklärt

1. Das Schnittmuster ausgebreitet hinlegen
1) Spule & Spuler / Aufspulvorrichtung für den Unterfaden

2) Garnrollenstift

3) Fadenspannung/ Fadenführung für den Unterfaden

Unterfaden aufspulen

Um den Unterfaden aufzuspulen, muss zuerst die Garnrolle auf dem Garnrollenstift positioniert werden. Danach den Faden durch die Fadenspannung ziehen und auf die Spule auffädeln. Die Spule kann nun auf den Spuler gesetzt werden und gespult werden.


Kleiner Tipp:

An manchen Spulen befindet sich am Innenring eine Kerbe. Wenn diese bei Aufsetzen auf den Spuler direkt über der Feder sitzt, geht das Aufsetzen der Spule auf den Spuler ganz leicht.

An anderen Spulen befindet sich wiederum ein Loch, das beim Aufspulen des Unterfadens zur Hilfe genommen werden kann. Dazu wird das Garn nach außen durch das Loch gefädelt. Während dem Spulen muss das Garn bloß festgehalten werden und wickelt sich automatisch auf die Spule.

1. Das Schnittmuster ausgebreitet hinlegen
4) Rückwärtstaste: Die Rückwärtstaste befindet sich meist seitlich an der Maschine und ist durch einen rückwärts-laufenden Pfeil gekennzeichnet. Sie eignet sich – wie erwartet – zum Rückwärts-Nähen und für Verstärkungsstiche

5) Nähgeschwindigkeitsregler: Hier lässt sich die Nähgeschwindigkeit steigern oder verringern. Gerade für Einsteiger empfieht es sich jedoch, langsam anzufangen.

6) Nähfuß: Hält den Stoff fest, sodass er beim Nähen nicht wegrutschen kann

7) Nähfußhebel: Mithilfe des Nähfußhebels kann der Fuß nach oben/unten gestellt werden

8) Nähmaschinennadel: Je nach Stoffart muss hier eine entsprechende Nadel gewählt werden

Einsetzen und Wechseln von Nadeln

Das Wechseln von Nadeln ist von Maschine zu Maschine leicht unterschiedlich. Grundsätzlich kann man jedoch festhalten, dass Nähmaschinennadeln regelmäßig gewechselt werden sollten – vor allem natürlich, wenn sie krumm oder beschädigt sind. Doch auch mit stumpfen Nadeln tut man sich keinen Gefallen und läuft Gefahr, dass die Maschine den Stoff nicht mehr richtig durchsticht - die Nähte halten also nicht mehr.


Es wird empfohlen, beim Nadelwechsel die Nähmaschine auszuschalten. Bei Haushaltsnähmaschinen zeigt die flache Seite des Kolbens der Nähmaschinennadel nach hinten.

9) Spulenfach: Hier legt man die Spule in die intrigierte Spulenkapsel für den Unterfaden ein. Je nach Hersteller wird die Spule mit loser Spulenkapsel in das Spulenfach gelegt.

Damit sich die Spule in die richtige Richtung dreht, sollte sich der Spulenfaden bei horizontalen Greifern beim Einlegen der Spule links befinden. Damit man sehen kann, ob der Spulenfaden in die Unterfadenspannung eingehangen ist, bitte den Unterfaden hochholen.Dazu wird der eingefädelte Oberfaden festgehalten und das Handrad eine komplette Umdrehung nach vorn gedreht. Jetzt sollte bei horizontalen Greifern der Spulenfaden auf der Spule liegen.
Auch bei dem Oberfaden kann ein Test angewendet werden. Ist der Nähfuß oben, lässt sich das Garn leicht ziehen. Ist er aber unten, fällt das Ziehen schwerer.

10) Oberfadenspannung/ Fadenspannungswahlscheibe

11) Oberfaden-Führung

12) Fadengeber

Den Oberfaden einfädeln

Eigentlich ist das Einfädeln des Oberfadens recht einfach – wird er jedoch falsch eingefädelt, kann es sein, dass die Maschine nicht richtig näht, die Nadelabbricht oder es zu anderen Problemen kommt. Auch hier – im Zweifel lieber in die Bedienungsanleitung schauen!


Der Oberfaden wird durch den Fadenführer und den Fadenhebel gefädelt. Danach den Faden von vorne nach hinten durch das Nadelöhr fädeln. Je nach Hersteller muss der Unterfaden nun entweder händisch mit dem Handrad nach oben geholt werden, oder dies geschieht automatisch beim ersten Nähen. Die beiden Fäden am Nahtbeginn immer festhalten, damit auf der Rückseite keine Garnschlingen entstehen.


13) Stichmuster-Einstellrad: Hier kann das gewünschte Stichmuster eingestellt werden – alternativ haben manche Modelle hier ein Bedienfeld. Die Nadel sollte aber oben stehen.

14) Handrad: Mit dem Handrad können Stiche per Hand genäht oder die Nadelposition nach oben oder unten geändert werden. Dieses wird immer nach vorne gedreht.


TIPPS BEIM BEDIENEN DER NÄHMASCHINE


Fadenspannung

Wenn der Oberfaden oder Unterfaden nicht richtig eingelegt oder gefädelt wurde, ergibt es kein schönes Stichmuster. Wenn man auf der Stoffoberseite zwischen den Stichen kleine Knötchen hat, ist der Oberfaden zu stark eingestellt. An der Fadenspannungswahlscheibe (10.) kann die Spannung nach unten reguliert werden. Sind auf der Stoffunterseite kleine Knötchen zwischen den Stichen zu erkennen, dann ist die Spannung des Oberfadens zu schwach eingestellt. Dann ist diese an der Fadenspannungswahlscheibe (10.) nach oben zu regulieren. Dies ist von Garnstärke zu Garnstärke unterschiedlich. Meistens steht die Oberfadenspannung auf 4 bis 5. Ist der Oberfaden aber zu straff, das heißt es kommen Knötchen nach oben, wird der Oberfaden gelockert (Richtung drei). Finden sich Schlaufen auf der Rückseite, ist der Oberfaden zu locker und sollte straffer gestellt weren (Richtung 6).


Garn

In Sachen Garn sollte an Qualität nicht gespart werden. Deshalb empfehlen wir Qualitätsgarn, damit unnötiger Fadenriss vermieden wird. Für Ober- und Unterfaden ist es wichtig, immer dasselbe Garn zu verwenden. Beim Einfädeln des Oberfadens darauf achten, dass der Nähfuß oben steht. Dadurch sind die Spannungsscheiben geöffnet.


Nahtzugabe

Bei der Nahtzugabe bei einem Schnittteil versteht man den Abstand zwischen der eigentlichen Naht und dem Schnittrand. Die Nahtzugabe kann je nach Schnitt und Muster bzw. Stoff variieren. Gängig ist bei Schnittmustern eine Nahtzugabe von einem Zentimeter. Die Angaben zur Nahtzugabe sind auf dem Schnittmuster beschrieben und eingezeichnet. Die Nahtzugabe verhindert beim Nähen das Ausreißen des Stoffes, wenn zu nah an der Kante genäht wird.


Zwischenfassen

Zwischenfassen beim Nähen bedeutet, dass z.B. Paspelbänder oder Schlaufen, die zwischen zwei Stofflagen liegen, beim Zusammennähen dieser beiden Stoffteile mitfestgenäht werden.

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