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Jumpsuit nähen Jumpsuit nähen

Ein Jumpsuit ist wieder sehr in und aus der Nähwelt somit nicht wegzudenken. Ein Projekt auch für Nähanfänger, allerdings solltet ihr bereits einfachere Projekte wie T-Shirts und/oder eine kurze Hose genäht haben. Fortgeschrittene können verschiedene Varianten nähen, z.B. mit Ärmeln oder langer Hose. Einen Jumpsuit könnt ihr aus Jersey, Sommersweat oder aus Baumwollstoffen nähen. Bei nichtdehnbaren Baumwollstoffen lieber eine Nummer größer zuschneiden. Er sollte auf jeden Fall leger fallen.


Schnittteile zuschneiden und vorbereiten

Sucht euch einen schönen Stoff aus und schneidet das Schnittmuster nach Anleitung aus. Beachtet dabei unbedingt den Fadenlauf (immer parallel zur Webkante) und evtl. auch das Muster des Stoffes. Die Teile können im Stoffbruch zugeschnitten werden. Legt dazu den Stoff doppelt und darauf das Schnittmuster. Der Stoffbruch ist die geschlossene Kante. Schneidet nun die benötigten Teile aus, achtet auf die Nahtzugabe. In manchen Schnittmustern ist sie bereits enthalten, manchmal müsst ihr sie noch dazugeben. Ist kein Schnittmuster vorhanden, legt ihr ein gut sitzendes T-Shirt oder Top sowie eine kurze Hose vor euch auf einen Bogen Papier und malt euch den Schnitt ab (bitte Nahtzugabe nicht vergessen). Habt ihr zufällig auch Schnittmuster für ein Top und eine kurze Hose, verbindet diese beiden Schnittmuster einfach.

Schnittmuster mit Schablone

Übertragt alle Markierungen von eurem Papierschnittmuster auf den Stoff. Diese müsst ihr unbedingt beachten! Sie müssen beim Nähen genau aufeinander treffen. Solche Markierungen könnt ihr mit kleinen Knipsen, Stecknadeln oder auch Schneiderkreide setzen. Her seht ihr ein Vorderteil: es handelt sich um ein überlappendes Oberteil. Sollte das bei euch anders sein, kein Problem! Die Nähschritte sind die gleichen.

Einzelne Schnittteile

  1. 1x Vorderteil
  2. 1x Rückenteil
  3. 2x gegengleich zugeschnitene Vorderhosenteile
  4. Bündchen)
  5. Teile für Hosentaschen (optional)

Stoff rechts auf rechts.
Zwei Schnittteile, einmal auf rechts, einmal auf links gedreht.

Im Schnittmuster der Hose befinden sich sicherlich Abnäher. Sie tragen zum besseren Sitz der Hose bei. Bitte übertragt auch diese genau auf den Stoff. Oben kann man zwei kleine Knipse in die Nahtzugabe machen und unten in die Spitze eine Stecknadel feststecken. Verbindet die Punkte dann mit wasserlöslichem Stift oder Bleistift. Die Abnäher werden im ersten Nähschritt genäht. Legt dazu den Stoff rechts auf rechts. Die Knipse treffen aufeinander. Näht anschließend mit einem Geradstich von oben bis zur Spitze. Verriegelt das Nahtende kurz. So werden alle vorhandenen Abnäher genäht, danach mit Dampf vorsichtig bügeln.

Hose zusammennähen

Zum Nähen braucht ihr eure Nähmaschine mit einem elastischen Stich – entweder Zickzackstich oder Overlockstich. Verwendet bei Jersey am besten eine Jerseynadel. Wer eine Overlockmaschine besitzt, verwendet diese.


Taschen optional

Hosenstücke ohne Tasche.
Hosentaschen angenäht.

Sollen Taschen bei euch in die Hose? Wenn ja, werden diese zuerst eingenäht. Legt die Taschenklappe rechts auf rechts an den seitlichen Ausschnitt und näht ihn an (Bild links). Danach nach hinten klappen, gut bügeln und eventuell mit einem Zierstich oder der Cover absteppen (Bild rechts). Nun wird der Taschenbeutel von hinten dagegen gesetzt und schon seid ihr fertig. So eine Tasche könnt ihr auch ohne Schnittmuster einsetzen und die Form nach Lust und Laune bestimmen.

Vorderteile zusammengenäht.
Vorderteile auf links gedreht.

Als Nächstes näht ihr beide Vorderteile zusammen. Dazu legt ihr beide Vorderteile rechts auf rechts aufeinander und schließt die Naht. Danach sollte das bei euch wie auf dem Bild aussehen. Genauso näht ihr die beiden hinteren Hosenteile zusammen. Jetzt habt ihr beide Hosenteile schon fertig. Jetzt die eben genähten Teile rechts auf rechts aufeinanderlegen und die untere Naht am Schritt schließen. Steckt euch zur Sicherheit ein paar Stecknadeln oder ein paar Wonderclips . Achtet darauf, dass beide mittleren Nähte genau aufeinander liegen. Verriegelt am Anfang und am Ende immer gut die Naht damit nichts aufgeht.

Seitlichen Hosennähte geschlossen.

Als letztes werden die seitlichen Hosennähte geschlossen. Damit ist das Hosenteil bereits fertig und ihr könnt es zur Seite legen. Den unteren Hosensaum näht ihr am besten ganz zum Schluss. Dann könnt ihr besser sehen wie viel Saum ihr umnähen müsst.

Oberteil nähen

In diesem Nähschritt wird das Oberteil zuerst separat genäht. Ob V-Ausschnitt, Rundhals oder überlappend – die Form des Oberteils ist unerheblich.

Wonderclips für das Verschließen der Schulternähte verwenden.
Auf Nähmaschine gelegt, vernäht.

Legt für euch sichtbar das Rückteil vor euch hin. Darauf kommt rechst auf recht das Vorderteil. Es werden zuerst die Schulternähte geschlossen. Ihr könnt wieder Stecknadeln oder Clips verwenden. Denkt an das Verriegeln der Naht. Versäubert jetzt gleich den Armausschnitt sowie den Halsausschnitt. Jersey franst nicht aus, also könnt ihr den Stoff ca. 1, 5 cm oder 2 cm nach innen einschlagen und mit einem Zickzackstich oder der Cover drüber nähen. Ein anderer Zierstich geht natürlich auch, er sollte aber elastisch sein. Alternativ ist es möglich ein Bündchen am Hals und Arm anzunähen.

Teile bereits versäubert.
Ärmel versäubert.

Versäubert sieht euer Oberteil nun aus wie auf den Bildern und ein großes Stück ist schon geschafft. Jetzt werden die Seitennähte geschlossen. Wieder rechts auf rechts legen und vom Armausschnitt bis zum unteren Ende des Oberteils nähen. Ihr habt das Oberteil fertig und das Hosenteil. Diese beiden Teile benötigt ihr nun im nächsten Nähschritt.

Ober- und Unterteil

Ober- und Hostenteil zusammennähen

  • 1) Auf dem Bild sind es 10 cm, die dann umgeschlagen ein Bündchen von 5 cm ergeben. Die Länge richtet sich nach euren Körpermaßen. Probiert an dieser Stelle das Oberteil und das Hosenteil einmal an und schaut wie sie sitzen. Bei lockerem Sitz kann der Bündchenstreifen etwas enger zugeschnitten werden, so dass die Taille betont wird. Später kann aber auch ein Gummiband oder eine Kordel in das Bündchen gezogen werden. Messt also die Länge des Bündchens aus, schneidet es dementsprechend zu und schließt es zu einem Ring.

  • 2) Danach wird das Bündchen doppelt gelegt und an das Hosenteil gesteckt. Dabei liegt die seitliche Hosennaht auch auf einer Bündchennaht. Steckt euch in regelmäßigen Abständen beide Teile wie auf dem Bild rechts auf rechts aufeinander. Näht anschließend langsam mit etwas Dehnung das Bündchen an.

  • 3) Klappt das Bündchen nach oben. Wer möchte, kann die Naht noch einmal absteppen oder einfach nur gut bügeln. Jetzt wird das Oberteil an das Bündchen genäht. Dieser Schritt ist etwas kniffliger, da ihr nun schon eine Menge Stoff unter der Maschine habt.

  • 4) Krempelt das Oberteil auf links und steckt die Hose hinein. Sieht etwas „wurschtelig“ aus, ist aber richtig. Auf den Bildern seht ihr es genau: Oberteil und Hose liegen rechts auf rechts, das Bündchen ist doppelt und deswegen sieht man hier auch die „schöne“ Seite.

  • 5) Steckt wieder in gleichmäßigen Abständen beide Teile zusammen. Achtet besonders auf die Seitennähte, damit nichts verdreht angenäht wird. Dann wieder ran an die Nähmaschine und Stück für Stück zusammen nähen. Einmal wenden und schnell anprobieren!




Fast fertiger Jumpsuit

Ihr müsst nur noch den unteren Hosensaum umnähen. Ihr arbeitet wie beim Ärmelsaum, einfach umschlagen (beim Hosensaum empfehlen sich 3 cm). Es kann problemlos ein Gummiband in das doppelte Bündchen gezogen werden. Einfach seitlich ein kleines Loch von innen schneiden und das Gunmiband einziehen.

Angezogener Jumpsuit von links.
Angezogener Jumpsuit von rechts.
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